Always Think Twice

Content Strategy – wie unkonventielles Denken zur Lösung führt

Eine Geschäftsidee zu entwickeln ist hart – der Weg von der Idee zum tatsächlichen Geschäft ist steinig und lange. Vor gut einem Jahr hatte ich zum ersten Mal das Bedürfnis, eine meiner Ideen tatsächlich in die Tat umzusetzen.

Es hat gute  sieben Monate gedauert, meinem Entschluss Taten folgen zu lassen und nun befinde ich mich Mitten in einem Prozess der Unternehmensgründung. Genauer gesagt, stehe ich noch am Anfang und kann mir nur annährend vorstellen, wie steinig mein Weg noch werden wird. Ich steuere jedoch nur noch eine Richtung an – Vorwärts.

Branding

Wie bereits erwähnt, stehe ich mit meiner Unternehmensidee noch am Anfang, nämlich in der Phase des Brandings. Warum mache ich das? Was ist mein Antrieb? Für wen mache ich es? Wie werde ich es machen? Wie soll meine Zielgruppe mich wahrnehmen?

Fragen um Fragen und die ultimative Lösung hält sich derzeit noch versteckt. Ist das schon der erste, größere Stein der meinen Weg blockiert?

Schon seit längerem versuche ich, die Idee die sich in meinem Kopf durchaus schlüssig und logisch anhört, in eine für meine Zielgruppe attraktive Marke mit zentraler Botschaft zu verwandeln. So viel sei schon gesagt, es wird ein Social Business.

Kennst du die Situation, wenn du dir etwas in deinem Kopf vorsagst, es sich aber dann ausgesprochen nicht so grenzgenial anhört wie es in deinem Kopf der Fall war? Dann weißt du wie es mir gerade geht.

Wie bringe ich also meine Marke in einen verständlich und nachvollziehbaren Context für Außenstehende?

Storytelling als Retter in der Not

 Ich habe eine Antwort auf meine Frage gefunden, nämlich an einem Ort und zu einem Zeitpunkt an dem ich am Wenigsten damit gerechnet hatte – in meinem Storytelling Vertiefungskurs.

Wir hatten die Aufgabe, eine Story nach MUSE zu entwickeln, die sich auf verschiedenen multimedialen Kanälen ausspielen lässt. MUSE sieht als ersten Schritt in der Entwicklung einer Geschichte die Definition von fünf zentralen Keywords vor. Diese Keywords bilden den Rahmen der Geschichte und jede weitere Entscheidung wird innerhalb der fünf zuvor festgelegten Keywords getroffen.

Diese sogenannten „Purpose Keywords“ sollten klar, präzise, gut entwickelt und intentional sein. Vorbereitend werden in einer Brainstorming Session so viele Wörter wie möglich gesammelt und in fünf Kategorien gebündelt, mit dem jeweils stärksten Keyword als Leitword.

Exkurs: Mehr Stoff zur Kunst des Storytellings findest du hier.

Während ich mir die fünf Keywords für die Storytelling Aufgabe überlegte, kam mir die Idee die Framing Methode auf meine Markenfindung anzuwenden.

„Framing means setting an approach within an appropriate context to achieve a desired result.“

Mein Resultat sollte der Kern meiner Marke sein, universal anwendbar und für jeden verständlich.

Brand Framing

Ob es den Ausdruck des „Brand Framings“ gibt weiß ich nicht, ich habe mich dazu entschlossen, meinen Prozess so zu nennen. Fake it till you make it 😉

Gemeinsam mit meiner Storytelling Gruppe sammelte ich auf einem good old Flipchart alle Keywords die uns zu meiner Markenidee einfielen. Ich war um die Einfälle und Ideen meiner Kollegen sehr dankbar und kann jedem empfehlen, Ideen mit anderen zu teilen und offen für frischen Input zu sein. Oftmals ist man in seiner eigenen Blase gefangen.

Danach setzte ich mich mit diesen, in meinem Fall, über 30 Wörtern auseinander und schaffte es die wirren Gedankengänge und Visionen in meinem Kopf zu ordnen. In fünf, für jeden nachvollziehbare Wörter brachte ich meine Idee zum Ausdruck.

Diese fünf Wörter drücken den Kern meiner Marke aus und begleiten ab sofort jede weitere Entscheidung die ich in meinem Markenfindungs und Geschäftsgründungsprozess treffen werde. Erst danach las ich folgenden Satz und fühlte eine Art Genugtuung:

„It is important to always use the correct framing for your business ideas so that everyone is on the same page.“

Content Strategy = unkonventielle Lösungsansätze

In unserem Studium der Content Strategie werden wir oft gefragt, was Content Strategie überhaupt ist und wie sie sich von anderen Disziplinen der Kommunikationswissenschaften abgrenzen lässt – verwendet sie doch lediglich Methoden aus unterschiedlichen, verwandten Disziplinen.

Ich habe für mich eine Antwort gefunden. Die „Jugendlichkeit“ dieser Disziplin ermöglicht es uns, nicht nach vorgefertigten „eingestaubten“ Rastern vorgehen zu müssen, sondern durch unkonventionelle Wege und kreatives Denken die bestmögliche Lösung für das jeweilige Business-Problem zu finden. Wir greifen dabei auf einen umfangreichen Pool an Methoden zu, interpretieren diese zugleich aber neu.

So konnte ich meine Hürde im Prozess der Markenbildung durch eine Technik aus dem Storytelling lösen.

Meine Marke in 5 Wörtern

Nun möchte ich euch meine fünf Keywords natürlich nicht vorenthalten. Die Marke bleibt aber noch geheim.

CALM                          on the inside

NATURAL                    movement, material, environment

WARRIOR                   on the outside, strong, mindful, determined

CONNECTED               worldwide, we are all one, women for women, future

FASHIONABLE             at all times, looking good and feeling good, functionable, slow

Ich freue mich jederzeit über Kommentare und Anregungen.

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s